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PFI Konferenz Deutschland 2004
Lughs Bericht
Bereits vor anderthalb Jahren entstand die Idee einer PFI Konferenz in Deutschland, besonders da die deutschen Gäste auf den Konferenzen in den Niederlanden und Belgien immer zahlreicher wurden – offenbar sehnten sich die deutschen Heiden nach Kontakt und Austausch.
Beinahe sofort begann die Planung: die Suche nach einem geeigneten Ort und Termin, sowie der Kontakt mit Janet Farrar und Gavin Bone.
Die Beiden sagten bereitwillig zu und so hatte man schon früh namhafte Referenten auf dem Programm. Es sollten nicht die einzigen bleiben.
Als der lang ersehnte Tag endlich kam, herrschte große Aufregung. Die Befürchtung, es hätte zuwenig Werbung gegeben und die Konferenz hätte nicht genug Interesse geweckt,
wurde ausgeräumt, denn die erwarteten, ja gar erhofften Besucherzahlen wurden sogar noch übertroffen.
Auch über regen Besuch aus den umliegenden Ländern konnte man sich freuen.
Wenn auch etwas verspäet (welche gute Premiere ist es nicht?) begann die Konferenz – wie üblich - mit einem Ritual,
das für einige Besucher ebenfalls eine Premiere war, denn wie es sich herausstellte waren nicht nur „alteingesessene“ Hexen und Heiden da, sondern auch neugierige und offene „Neulinge“ oder „Außenstehende“. Das Ritual schuf die richtige Atmosphäre für den Tag und entlohnte die Organisatoren bereits für ihre Mühen, denn beim Teilen von Wein und Brot hatten alle Besucher die Gelegenheit zu sagen, was sie an diesem Tag einbringen möchten und die Antworten waren vielfältig und bewegend.
Nach dem Ritual begannen die Workshops und so verteilten sich die Besucher auf die verschiedenen Räume und Referenten. In ihrem ersten Workshop „Progressive Witchcraft“ berichteten Janet und Gavin in über die Entwicklung des Wicca und lebendes, sich entwickelndes Heidentum und Hexerei als Gegensatz zu starren Formen und Dogmen. Danach bot Ina Cüsters mit einem Vortrag ¸ber „Ägyptische Zeremonialmagie“ etwas Komplexeres für die Erfahrenen, während man bei Flora in dem Workshop „Tanz der Elemente“
selber erleben durfte – manche Teilnehmer staunten nicht schlecht, nicht nur über ein neues Körpergefühl oder wie befreiend tanzen sein kann, sondern auch über einen neuen Zugang zu den Elementen oder einen recht persönlichen Umgang mit fremden Menschen.
Ebenfalls persönliches Erleben stand im Mittelpunkt des Workshops von Barbara Stiller, die Priesterin der Fellowship of Isis führte die Teilnehmer durch eine Göttinnenmeditation.
Brendan Myers wiederum erzählte den Neugierigen von dem Weg der Druiden. Gardenstone selbst berichtete von der Nordischen Tradition und ging besonders auf Loki ein, während Janet und Gavin in ihrem zweiten Workshop „Drawing down the moon“ auf Trancezustände und Trancetechniken eingingen.
Ein weiteres Tanzerlebnis bot der Workshop „Tribal dance“ von der Gruppe Khamsin.
Zwischenzeitlich hatte man natürlich Gelegenheit an den verschiedenen Verkaufsständen zu shoppen, denn hier wurde einem alles geboten.Das Cafe Amadeus war stets voll und trotz herbstlicher Frische wurden auch die Sitzmöglichkeiten an der
frischen Luft genutzt, um Kontakt aufzunehmen, sich kennen zu lernen und auszutauschen.
Das Abschlussritual am Abend wurde von Janet und Gavin geleitet und schuf noch mal ein intensives Gruppengefühl und Verbundenheit. Indem sich die Teilnehmer gegenseitig Wünsche aussprachen wurden die Erinnerungen intensiver und persönlicher.
Wie es sich für eine heidnische Zusammenkunft gehört wurde nun das Mahl aufgetischt und bei vorzüglichem Essen konnte man sich noch mal in aller Ruhe in Gespräche vertiefen.
Für einen schönen Abend sorgte die „Tribal Dance“-Gruppe, die diesmal jedoch selber bei verschiedenen Vorführungen ins Schwitzen kam. Der Säbeltanz dürfte dabei sicherlich zu den eindrucksvollsten gehört haben. Für jene Besucher, die sich in ihrer Euphorie nicht mit Zuschauen und Genießen begnügen wollten, bot die „Tribal Dance“-Gruppe noch einen besonderen Leckerbissen: Trommeln verschiedenster Art wurden ausgeteilt und so konnte man noch etwas über verschiedene Trommeln und ihre Handhabung erfahren und ein paar leichtere Rhythmen ausprobieren, welche dann von den Tänzerinnen begleitet wurden.
Man kann die erste PFI Konferenz Deutschland sicherlich als einen großen Erfolg bezeichnen und es bleibt zu hoffen, dass sie sich zu einem jährlich wachsenden Event und Höhepunkt entwickelt.
Brigas Bericht
Man nehme ein altes Gemäuer in dem eine Menge von Menschen mit leuchtenden Augen herumwuseln,
exotische und betörende Gerüche die in der Nase kitzeln und phantastisch anmutende Objekte die zum Verkauf angeboten werden.
Dazu noch eine Prise des Wissens um Vergangenes und über all dem der Brodem des pantheistischen, voilà der Kuchen ist fertig.
Na ja, nicht so ganz, denn die gute Buttercremfüllung waren wohl die tollen Dozenten und das breit gefächerte Angebot, ich mein, wie viel muss man denn lesen wenn man sich einen Einblick in die Tradition der Santaria, Wicca, Kelten, Germanen, Ägypter (bitte melden wenn ich was vergessen habe) verschaffen möchte ganz zu schweigen von der Möglichkeit den Autor direkt zu fragen ...ja ja liebe Leser, eine ungemeine Zeitersparnis war die Konferenz also auch...und das ganze kalorienarm...selbst der Zuckerguß konnte sich sehen lassen, zwar waren die trommelnden Rosinen ein wenig unterbesetzt aber die Tribaldancer heizten dann noch mal ein....lecker.
Böse Zungen könnten behaupten das einige Vorträge zu trocken waren...oder die Luft zu stickig, oder die Augen zu schwer , oder die Zeit zu früh, oder der falsche Vortrag, oder die Zeit gar zu lang oder oder oder ... Na ja, wir sind alles eben nur Menschen.
Das absolute Sahnehäubchen aber waren alle Menschen die da waren, die extravertierten Gesichter, das warme Lächeln und die offenen Arme...ihr alle habt für mich den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht, zu einer Konferenz die eine sehr familiäre Atmosphäre hatte. Eine Konferenz der Begegnungen.
Diese Begegnungen mit euch,
die Gespräche waren für mich die eigentliche Buttercremfüllung - und hey, ich will das nicht nur einmal im Jahr.
Man sagt das man mit Liebe backen soll und das man diese Liebe dann schmeckt, ich finde das ist uns allen sehr gut gelungen und ich möchte mich hiermit bedanken, bei allen die diesen Kuchen gebacken haben und auch bei Mondheim, aber das ist eine andere Geschichte.
Danke
Briga
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