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Feste und Rituale Naturrituale Magische Rituale Durchgangsrituale
Feste und Rituale
Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, seine Gefühle für das Heilige in rituellen Formen, die großen Einfluß und Bedeutung in unserem Leben haben, zu äussern. Wie alle Religionen benutzen Heiden Rituale um ihre Mysterien zu gestalten. Das Ritual wird als Mittel genutzt, um mit den alten Göttern und den göttlichen Kräften der Natur in Kontakt zu treten.
Rituale können viele Formen haben. Es gibt drei wichtige Formen. Heiden sprechen übrigens lieber von Festen (Jahresfeste, Mondfeste etc.) als von Verehrung, wie es in anderen Religionen Brauch ist. Der dahinterstehende Gedanke hier ist, daß der Mensch nicht so sehr Göttern, die weit weg und unerreichbar sind, Ehre erweist, sondern die Göttin und den Gott einladen um persönlich Teil zu haben am Fest. Nur durch Zusammenarbeit mit den Göttern, mit Respekt für die Kräfte des Anderen, können wir der Erde helfen sich weiter zu entwickeln.
Naturrituale
Für den Heiden ist das Göttliche in der ganzen Natur zu finden. Das Rad des Jahres ist ein Spiegel, worin man das Angesicht der Götter sehen kann. Die Jahresfeste sind ein Weg, um Teil zu haben an diese Mysterien. Mythologie, Poesie, rituelles Drama und andere Techniken (Gesang, Tanz, geleitete Meditation usw.) formen die Basiselemente einer fröhlichen Feier.
Magische Rituale
Rituale werden auch benutzt um 'magische' Arbeit zu verrichten. Hiermit werden die tieferen Teile der Psyche und die entwickelten geistigen Kräfte angesprochen, um Krisen des Lebens durchzustehen, oder um heilende Arbeit zu tun. Magische Arbeit wird innerhalb des ethischen Verständnisses, dass nie Schaden zugefügt werden darf, ausgeführt.
Durchgangsrituale (Rites of Passage)
Durchgangsrituale formen einen wesentlichen Teil der heidnischen Religion. Heirat (Handfasting), das Segnen junger Kinder, Rituale für die Pubertät und Rituale für diejenigen, die gestorben sind. Einweihungen (Initiationen) sind auch wichtige Durchgangsrituale. Innerhalb viele Traditionen ist dies das erste Ritual, das jemand erlebt. Nicht alle Traditionen kennen übrigens Einweihungen.
Diese drei Fäden von ritueller Arbeit werden oft verwoben. Für Heiden sind Rituale magische Handlungen und sie leiten alle zu einem tieferen Kontakt mit den Mysterien der Natur und dem Göttlichen. Jede Tradition hat wieder eigene Symbole und Arbeitsweisen. Heiden sind sehr kreativ und rituelle Formen werden (besonders in eklektischen Gruppen) oft geändert, um das sich ändernde Bedürfnis der Gruppenmitglieder besser zum Ausdruck zu bringen. Das Heidentum ist nicht dogmatisch und man sieht Rituale als ein Mittel, nicht als ein Ziel an sich.
Mit dank an Rhianne für die Übersetzung |