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Rituelle Gebräuche
Rituelle Gebräuche
Die Wurzeln der Hexerei sind sehr alt und erreichen uns durch verschiedene Traditionen weltweit. Vieles ist durch den Aufgang des totalitären Christentums verloren gegangen . Die Hexerei wurde verurteilt und dadurch konnte Sie nur oft mit einer christlichen Vermäntelung verdeckt existieren. Das heißt aber nicht, dass die Mysterien der heidnischen Religionen verloren gegangen sind. Die Tradition wurde von den Alten an das Kind weitergereicht. Es versteht sich, dass damit bestimmte Teile verloren gegangen sind, oder geändert wurden. Aber neue, weiterreichende Einsichten sind dazu gekommen. Diese Überlieferungen, teils esoterisch (durch Familientradition oder geheime Bruderschaften), teils exoterisch (durch folkloristische Gebräuche) haben viel dazu beigetragen, dass die moderne Zunft sich so entwickelt hat.
Rituale
Die Rituale der Hexen sind verbunden mit der Veränderung der Jahresviertel, den Gesichtern des Mondes und persönlichen Notwendigkeiten. So gibt es die vier große Sonnenfeste (die Equinoxe und Sonnenwenden), die aus der germanischen Tradition stammen. Außerdem gibt es die vier große Mondesfeste die ihren Ursprung in der keltischen Tradition finden. Die Mondesfeste heißen: Imbolc, Beltane, Lughnassad (sprich LU-NA-SAH) oder Lammas und Samhain(sprich SO-WIEN) oder Samhuin. Oft feiern Hexen auch Rituale beim Vollmond, die man Esbats nennt. Am liebsten werden diese Rituale im Freien gehalten. An einem offenen Feuer vollziehen Hexen, unter Begleitung von Trommeln und Gesang, einfache Rituale um die Jahresviertel und das Geschenk des Lebens zu feiern. Wenn dies nicht möglich ist, werden die Rituale oft bei jemandem Zuhause gefeiert. Manche Hexen haben dazu sogar einen speziellen Raum im Haus als Tempel hergerichtet. Die Rituale werden in einen geweihten kreisförmigen Raum gehalten. Dieser Raum heißt Temenos. Hierdrin verrichten Hexen die drei wichtigsten Aktivitäten: das Ehren der Götter, magische Arbeit und das Feiern der Jahresviertel. Während der großen Feste der Jahresviertel, den Sabbaten, werden die Mythen der Schöpfung, Geburt und das Sterben dargestellt. Obwohl diese Riten sehr ernst sind, wird innerhalb der Hexerei immer der Ausgleich gesucht zwischen Ernst und Fröhlichkeit. Am Ende der magischen Rituale wird der Segen des Gottes und der Göttin erbeten und die Teilhabenden teilen Speisen und Getränke miteinander. Jetzt kann das Fest beginnen, bei dem Tanzen und Singen in Mittelpunkt stehen. Wie unsere Ahnen glauben Hexen, dass sie diese Feste mit den Göttern/Göttinnen teilen. Darum wird immer einen Teil der Speisen und Getränken als Opfer hinterlassen. Am Ende der Feier wird der Kreis geöffnet, und der Temenos wird wieder zu einen normalen Raum.
Magie
Neben der Verehrung der Götter betreiben Hexen auch Magie. Magische Arbeit macht man meist an den Esbats, den Mondesfesten. Hexen glauben nämlich, dass unsere Psyche durch den Mond beeinflusst wird und, dass wir während die Zeit des Vollmondes offener sind für magische Kräfte. Es gibt verschieden Arten von Magie: so gibt es zum Beispiel Heilungsrituale und Rituale die Menschen bei alltägliche Problemen helfen. Unabhängig vom Ziel der magischen Handlungen, funktioniert dies immer durch das Kanalisieren von Energie, um dadurch positive Resultate zu bekommen. Hexen sagen, dass jede magische Aktivität dreifach zu ihnen zurückkehren wird. Darum werden sie sich hüten, Magie auf eine negativen Art zu gebrauchen. Man kann Magie auf verschiedene Weisen definieren, aber einen allgemein akzeptierten Konsens gibt es dennoch nicht. Hexen verstehen unter Magie: "Das Verändern von Prozessen einzig und alleine durch den Willen". In viele Fälle sind magische Prozesse dieselben die benutzt werden innerhalb der Psychotherapie oder Hypnose.
Hexerei als spiritueller Pfad
Verschiedene Traditionen innerhalb der Hexerei benutzen Initiationsriten, die einerseits zum Ziel haben, dass Spirituelle in uns erwachen zu lassen, und andererseits, uns zu vereinigen mit dem Göttlichen das tief in uns verankert ist. Man kann die Zunft als ein Hilfsmittel bei der spirituellen Entwicklung derjenigen sehen, die ihrem Pfad folgen. Das vollzieht sich durch das Üben von Meditationstechniken und Invokationen (das Einladen der Gottheit sich zu manifestieren bei Ritualen, möglicherweise in den Hohenpriester oder die Hohepriesterin). Wenn wir Invokationen benutzen können wir ein tieferes Bewusstsein bekommen, wodurch wir das Eins werden mit dem Göttlichen erfahren können. Jede Hexe ist ein Priester oder Priesterin. Alle werden angeregt die intuitive Weisheit und die Fähigkeiten zu entwickeln die notwendig sind um die Universalkräfte zu kanalisieren, und deren Essenz zu verstehen. Diese Art von Magie wird oft angedeutet als Hohe Magie (High Magic), und kann man sie als die Yoga des Westens ansehen.
Magische Instrumente
Magische Gegenstände werden beim Ausführen von Ritualen benutzt um eine bestimmte Atmosphäre zu erschaffen, die notwendig ist für das Segnen des Kreises oder die Ausübung von Magie. Die Instrumente die Teil der Symbolik sind, die innerhalb der Gruppe benutzt werden, begleiten die Covenmitglieder beim Betreten heiliger Orte. Wichtige Symbole sind die Gegenstände, die sich auf dem Altar befinden. Sie repräsentieren die vier Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer. Ein Pentakel symbolisiert oft das Element Erde, ein Kerzenständer steht für Feuer, und eine Schale oder Gral ist das Element Wasser. Andere Gegenstände die wichtig sind, sind das rituelle Messer oder Athame, der Besen der den Kreis reinigt und ein gegabelter Stab der den gehörnten Gott symbolisiert.

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